Köln@Night - die zweite

February 19, 2014  •  Leave a Comment

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Köln bei Nacht - diesmal von der anderen Seite

S. ist etwas später zu unserer kleinen Arbeitskollegen-Hobby-Fotogruppe gestoßen und hat so unsere erste - ungeplante - Session in Köln auf der Severinsbrücke verpasst. S. möchte aber auch gerne schöne Fotos von Köln - vielleicht inspiriert ihn ja die Nachtaufnahme von Groß St. Martin, die ich im Büro an der Wand direkt in seinem Blickfeld aufgehängt habe. Er quengelt auf jeden Fall so lange herum, bis wir außerhalb der regulären (was heißt hier eigentlich regulär?) Termine einen weiteren einschieben, sozusagen ein Köln@Night S. Special. 

Diesmal kommen wir vergleichsweise früh aus dem Büro, aber der Frühling holt uns langsam ein - als wir nahe dem RTL/Messegelände am Rhein stehen und auf den Dom blicken... ist es noch hell; die Sonne ist gerade untergegangen, für die blaue Stunde sind wir zu spät, für Nachtaufnahmen zu früh und der Dom ist noch nicht beleuchtet - aber wir schießen uns trotzdem schon mal warm. 

Aus dieser Richtung ist die Hohenzollernbrücke sehr prominent und der Musical Dome strahlt knallbau ins Bild (das wird mir später beim Entwickeln noch Probleme bereiten). Weitwinkel ist schwierig, gibt ziemlich lang gezogene Bilder mit viel Rhein und viel Himmel... 

Wir fotografieren uns den halben Kilometer bis zur Hohenzollernbrücke vor - Langsamfotografierer R. hält uns diesmal nicht auf, ganz im Gegenteil, er ist eigentlich derjenige, der uns relativ häufig drängelt weiterzugehen; was ist denn jetzt los? Diesmal ist es eher J. mit dem wackligen Stativ, der "nur noch eine" unverwackelte Aufnahme machen will, der uns ein bisschen verlangsamt.  Aber die angeleuchtete Hohenzollernbrücke sieht auf den Aufnahmen wirklich toll aus und so brauchen wir reichlich Zeit um auf die Brücke selbst zu klettern. 

Auf der Brücke dann eins der beliebtesten Fotomotive von Köln: die vielen Vorhängeschlösser, die Liebende hier zum Zeichen ihrer ewigen Treue angehängt haben - nur leider kein Motiv bei Nacht. Wenn einer der gefühlt 10 Züge pro Minute über die Brücke rumpelt, hilft einem auch das beste Stativ nichts mehr, die Brücke selbst schwingt so stark, dass an unverwackelte Aufnahmen nicht zu denken ist. Außerdem werden die Schlösser von einer wunderbar orangen Natriumdampflampe angestrahlt, irgendwie interessant, aber nicht wirklich schön.

Am anderen Ende der Brücke dann die kleine Nische rechts, von der aus man den Bahnhof und auch die Eisenbahnbrücke super fotografieren kann (s. auch meine Aufnahme eines ICE hier). Aber nicht nur, dass es hier riecht als wenn alle Nachtschwärmer hier ihr Geschäft erledigen - das Stativ kann man leider auch nicht richtig aufstellen, ohne dass der Schutzzaun im Weg ist. Noch ein paar Schüsse von der Philharmonie und dem Dom (ich kann mit diesem Riesenteil immer noch nicht viel anfangen - egal wie ich es anstelle, schwer stürzende Linien überall) - und schon sind wieder drei schöne Stunden mit dem schönsten Hobby der Welt vergangen. 

Beim Bearbeiten der Bilder zu Hause dann eine böse Überraschung - die Canon hat aus dem Knallblau des Musical Domes auf allen Bildern ein Mischung aus Rot und Blau gemacht. Scheint tatsächlich ein Problem der Kamera zu sein, auf R.s Rohaufnahmen (Sony) ist der Musical Dome wie gewünscht wunderbar blau. Zum ersten Mal muss ich in Lightroom an der Kamerakalibierung rumschrauben (Blautöne verschieben und entsättigen) - das verbessert das Ergebnis erheblich, aber ein leichter Rotstich lässt sich nicht ganz beseitigen. 

Beim üblichen "Nachtessen" schmieden wir Pläne für unseren nächsten Ausflug, der für Anfang April geplant ist - Botanischer Garten, Autos, Sport... - lasst euch überraschen. Auf jeden Fall werden wir dann kein Stativ mehr brauchen!

 

Cologne at Night - from the other side

S. has joined our Colleagues-Hobby-Photography-Group a little later and hence did not join our first - unplanned - Session in Cologne around the Severinsbrigde. But S. would love to hav some (own) shots of Cologne - perhaps inspired by the prinout of Groß St. Martin which I pinned to the office walls directly in his sight. Anyway, he moans so long that we plan another Session in Cologne outside our regular meetings (what actually means regular...?), a Cologne@Night S. Special so to say. 

This time around we are able to leave the office rather early, and when we arrive at the Rhine River next to the RTL/Trade Fair area and have a look at the Cologne Dome... well, we are to early; the sun has set only minutes ago, we are to late for the blue hour, but to early for night shots, and the Cologne Dome is not enlightened yet - but anyway we start to warm up. 

From this direction the Hohenzollern Brigde is rather prominent and the Musical Dome is shining in bright blue (this will be an issue later during developing the shots). Wide-angle is difficult as well, rather long perspectives with a lot of Rhine River and a lot of sky.

We are photograhing our way, the roughly 500m to the Hohenzollern Bridge - Slowhand  Shooter R. is this time not the one delaying us, just the opposite he is occasionally moaning that we could progress. Today J. with the "shaking tripod" is more the one who says that he needs another minute or two to get a shot which is not blurred. The lit Hohenzollern Bridge is really rather nice and hence we need a lot of time until we finally climb the brigde. 

Here we have the chance to capture on of the most famous motifs of Cologne: the thousands of key locks which have been hung here by Loving couples demonstrating there eternal relation - unfortunately not at night shot environment. If one of the perceived 10 trains per minute crosses the bridge even the best tripod doesn't prevent blurred pictures - the entire bridge is vibrating to an extent that you shouldnt even think about an acceptable shot. On top of this the locks are enlighted by bright orange sodium lamps, somehow interesting but not really nice (hence the result in black&white)

At the other end of the bridge is a little niche which is well suited to take pictures of the main station and the trains on the brigde impressively (see my shot of an ICE train here). But not only that it smells as if all night people use this area as a restroom - you also cannot place your tripod in a stable way without having the protecting fence in view. So, some few shots of the Philharmony and the Cologne Dome (I cannot get friends with this huge building, every time I try the result is converging lines everywhere) - and then another time the about three hours are spent with the best hobby on earth. 

When developing the pictures at home I face a bad surprise - the camera has converted the bright blue of the Musical Dome in a mixture of blue and red. Seems to  be a Canon problem - when looking at R.'s raw shots (Sony) there are blue only as expected. The first time at all I have to work with the camera calibration and shift and desaturate the blue channel - this enhances the pictures substantially, but a a slight red cast remains. 

During the usual fastfood dinner session we discuss our plans for the next session which is planned for beginning of April - botanical garden, cars, sport - lets see. But we will definitely not need a tripod anymore. 


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Das Foto ist von Natur aus besessen, eigensinnig, ekstatisch und narzisstisch. Es ist eine einsame Tätigkeit. Das fotografische Bild ist diskontinuierlich, punktuell, unvorhersehbar und irreparabel wie der Stand der Dinge in einem bestimmten Augenblick.

Die Fotografie berichtet vom Zustand der Welt in unserer Abwesenheit. Das Objektiv erforscht diese Abwesenheit.

* * * *

A picture is by nature obsessive, headstrong, ecstatic, and narcissistic. It is a lonesome activity. The photographic picture is discontinuous, unforeseeable, selective and irreparable as the state of things in a particular moment.

Photography reports the status of the world in our absence. The lens explores this absence.

JEAN BAUDRILLARD

Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, 1998

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