Bali - Insel der Liebe?

December 23, 2014  •  Leave a Comment

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Bali 2014 - Insel der Liebe?

Bali, Insel der Liebe - nun, offensichtlich die Insel derer, die heiraten und tolle Fotos brauchen. An allen Ecken und Enden der Insel stehen sie: Brautpaare, umgeben von Fotografen und Helfern. Spektakuläre Aussichtspunkte, Sonnenuntergänge, Strand - alles muss als Hintergrund für das frische Eheglück herhalten (ein paar von diesen Szenen finden sich - aus der Beobachterperspektive - in meiner Sammlung). Ich kann nur hoffen, dass das Eheglück nach den tollen Fotos auch so lange hält, wie mein eigenes; denn ja, die beste Ehefrau von allen und ich sind ebenfalls der Versuchung erlegen und haben unsere "silbernen" Flitterwochen auf Bali verbracht, wegen der Romantik und so (nur von den Fotografen haben wir abgesehen - unser "offizielles" Silberhochzeitsfoto wurde mit dem iPhone in der Hotelbar aufgenommen). Wir hatten ja schon unsere positiven Erfahrungen mit Bali (2008 und 2009, zu finden im Archiv)...

Tatsächlich hat sich auf Bali aber seit unserem letzten Aufenthalten viel verändert - wir haben jeweils eine Woche an der Süd- (Nusa Dua) und an der Nordküste (Lovina) verbracht und dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ein Fazit dazu gibt es am Ende des Blogs... 

Los geht es also mit dem A380 über Singapur (übrigens ein toller Flieger, sehr leise und sehr ruhig) nach Bali - Anfang Dezember eine gute Alternative zu Europa, immerhin ist es hier auch um diese Jahreszeit angenehm warm (irgendwo zwischen 27° und 32°). Das Internet bescheinigt Regenzeit, aber mit ähnlich viel Niederschlag wie in Kuala Lumpur um diese Jahreszeit - und auf Basis unserer eigenen Erfahrung ist das definitiv auszuhalten  Und tatsächlich regnet es die ersten 10 Tage nur sehr selten und wenn dann weitgehend nachts. Wir sind ein kleines bisschen enttäuscht, waren doch die warmen tropischen Regengüsse ein Teil der Faszination...aber das wird dann in den letzten Tagen mehr als ausgeglichen, siehe unten. 

Die ersten zwei Tage verbringen wir mehr oder weniger im Hotel und frönen unserem Jetlag - und wie immer zeigt sich das Melia Bali von seiner besten Seite - zwar etwas groß und laut, aber überall freundliche Gesichter, entspanntes Gammeln am Pool oder Strand, balinesische Massagen mit Tiefenentspannung (mein Nacken war die letzten 6-Monate nicht mehr so locker :-)), und angenehmes tropisches, balinesisches Ambiente rundum. 

Aber dann verlassen wir das Hotel zum ersten Mal ernsthaft und wollen "mal schnell" zum Sonnenuntergang nach Batu Bolong - und das Elend nimmt seinen Lauf. Der Verkehr ist noch chaotischer als bei unseren letzten Besuchen (und das war eigentlich nicht mehr zu schlagen), die Straßen inner- und außerhalb von Denpasar sind vollgepackt mit Motorrädern, die sich an allen möglichen und unmöglichen Stellen überholen und sind meistens nicht breiter, als zwei deutsche Radwege nebeneinander. Wir verfahren uns total und sind vom Verkehr und den nicht enden wollenden Menschenmassen, die sich über die Straße ergießen, völlig entnervt. Natürlich sind wir zum Sonnenuntergang nirgendwo (tatsächlich haben wir keine Ahnung wo wir sind) aber sicher am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Wir sind mehr als drei Stunden unterwegs und haben nicht mehr gesehen, als endlose Motorräder, zusammengeschusterte Hütten direkt an der Straße und zu enge und oft völlig marode Straßen.

Aber wir lassen uns natürlich nicht abschrecken - am nächsten Tag geht es Richtung Ubud. Schon auf der Hälfte des Weges werden wir von einem der zahllosen Motorradfahrer angesprochen, der uns freundlich unter seine Fittiche nimmt. Wie sich herausstellt, ist er Besitzer einer Kaffeeplantage und führt uns direkt in seinen Schau- (interessant), Probier- (lecker) und Verkaufs- (sehr teuer) Bereich. Als Ausgleich für den Millionendeal führt er uns aber noch über Land zum Tegenungan Wasserfall und in ein balinesisches Haus, das als Kunstgalerie dient. Danach dann weiter nach Ubud - oder eigentlich eher nicht. Das kleine - ehemals charmante - Städtchen ist hoffnungslos überlaufen. Die Straßen völlig verstopft, randvoll mit Touristen, ein Parkplatz ist weit und breit nicht zu finden... wir fahren einfach wieder zurück ins Hotel. 

Am nächsten Tag geht es zunächst nach Denpasar auf den Markt und anschließend starten wir dann noch einen Versuch, den Tempel am Meer wiederzufinden, von dem uns einer der Kellner im Hotel versichert hat, dass es Batu Bolong sei. Der Markt in Denpasar ist interessant und bunt wie immer, wir kaufen Gewürze und Sarongs. Den Tempel finden wir leider nicht wieder (es ist auf jeden Fall nicht Batu Bolong, dieser ist ziemlich nichtssagend), aber dafür einige ziemlich hässliche, eher dreckige Strände, an denen der Duft nach Frittenfett, dem bekannten und jahreszeitlich angemessenen Geruch der Weihnachtsmärkte in nichts nachsteht (der Glühwein fehlt natürlich) . Surfer scheinen überall auf der Welt ein ähnliches Ambiente zu brauchen... :-)

Abends dann noch nach Ulawatu - einem spektakulären Tempel auf einer Klippe am Meer. Der "Guide", der uns mit einer Zwille die Affen vom Leib halten will, verlangt nach der Hälfte des Weges 100,000 Rupien (ca. 6€) und zieht, nachdem ich ihm weniger als die Hälfte davon übergeben habe, beleidigt davon, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er Kinder zu versorgen hat.  Ansonsten fällt der geplante Sonnenuntergang wegen geschlossener Wolkendecke leider aus - dafür gibt es wieder reichlich Brautpaare und Fotografen.

Dann wechseln wir die Inselseiten - und es scheint ein Wechsel auf einen anderen Planeten zu sein. Wir fahren durch die Berge in Richtung Lovina, trauen uns auch von der Hauptroute nach Singaraja abzuweichen und kurven nach einem Zwischenstopp am Tempel Ulun Daru vorbei am Buyan und Tamblingan See entlang durch die Berge. Die Strassen sind immer noch abenteuerlich - diese Steigungen hätte ein europäischer Ingenieur nicht annähernd in Erwägung gezogen - aber gut asphaltiert (erst kürzlich wie wir später lernen) und nur wenig befahren. Allerdings nur noch 1,5 Radwege breit - wenn ein Motorrad entgegenkommt wird es schon ziemlich eng - aber so lernt man die Breite seines Autos eindeutig am besten kennen...

Nach einigen Umwegen und ca. 70€ Kosten für das Datenroaming um gefühlte 30 Sekunden lang auf Google Maps die Orientierung zurück zu gewinnen, erreichen wir die "Anfahrt" zum Puri Mangga Hotel. Hatte ich steil gesagt, oder eng...? Nun, das relativiert sich auf den letzten 500m zum Hotel, hier gibt es Ecken, an denen man nicht auf die andere Seite einer Kuppe sehen kann, weil es auf beiden Seiten so steil rauf bzw. runtergeht, die Wege haben Schlaglöcher  in denen Lastwagen verschwinden können - die letzten Meter der Auffahrt nehme ich mit weichen Knien: wenn ich hier rückwärts fahren muss... Tatsächlich sind wir aber richtig - und werden mit großer Herzlichkeit und einem tollen Ausblick empfangen; nur die Frage "Where is your driver?" erklärt doch einiges - wer hier selber fährt, ist eben auch selber Schuld... :-). 

Das Puri Mangga und der Norden von Bali entschädigen uns dann für alles, was uns im Süden nicht gefallen hat - das kleine Resort (8 einzelne "Villas") liegt an den Hängen der Berge und hat  eine phantastische Aussicht auf das Meer (den ca. 3km entfernten Strand von Lovina vermisst man nach einer kurzen Besichtigung nicht wirklich). Nachts hört man keinen Discolärm mehr, sondern das Krähen der Hähne und die Gesänge der Priester. Das Essen im Hotel ist phantastisch und hat mit der europäisierten Küche des Melia nichts zu tun. Wir sind mit M. und M., mit denen wir uns hier verabredet haben, weil Sydney ja quasi um die Ecke ist ;-) fast alleine im Ressort, und genießen den ausgezeichneten Service, die Abendessen mit Blick aus Meer, und die entspannten Stunden am Pool mit weitem Blick aufs Meer. 

Lovina bietet nicht allzu viel Abwechslung - einige Shops, Bars und Restaurants, einen - wenn überhaupt - von Einheimischen besuchten Strand; wir machen einige Ausflüge in die nähere Umgebung: zu den Reisterassen von Munduk, zu den heißen Quellen von Banjar, zum Sing-Sing und zum Aling-Aling Wasserfall (hier war ich dreimal mit wechselnden Begleitern - der lange ersehnte Regen kam uns leider mehrfach dazwischen) und zum buddhistischen Vihara Tempel. 

Die Ausflüge sind immer noch nicht ganz einfach - die Steigungen (insbesondere bergauf) und engen Strassen entlocken M. gelegentlich Stoßgebete, aber die Umgebung ist zauberhaft schön. Die Überlandfahrten geben einen Eindruck über das dörfliche Leben, keine Hektik, viele Menschen, die einfach an den Straßen vor ihren Verkaufsständen stehen und schwätzen. M. bekommt an einem dieser Stände seine Durian, die stinkende Königin der tropischen Früchte; danach wird die Weiterfahrt im Auto sehr geruchsintensiv...

Da während unseres Aufenthaltes das Galungan Fest gefeiert wird, wird jedes Haus mit einem geschmückten Bambusstab verziert, vor vielen Häusern sitzen und stehen Familien, die entweder die palmgeflochtenen Verzierungen herstellen oder den Bambusstab aufstellen. Am Tag des Galungan Festes selbst sind die Straßen voll mit festlich gekleideten Menschen aller Altersgruppen - wie immer oft zu dritt oder viert auf dem Motorrad unterwegs - die ihre Opfergaben zum Tempel bringen.  

Die Wasserfälle erreicht man nur durch - kurze - Trecks durch den Dschungel; wie immer ein Erlebnis der Extraklasse - ungebändigtes Grün, ohrenbetäubender Lärm von Insekten, Wasserläufe, die sich ihren Weg durch das scheinbar undurchdringliche Grün bahnen, strömender Tropenregen, der alles frisch gewaschen und glänzend hinterlässt...  - nur die Damen sind etwas pikiert, Badelatschen sind einfach nicht das rechte Schuhwerk, auch wenn die Pfade "ausgebaut" sind. 

Kontemplativ geht die Woche zu Ende - nachdem M. und M. am Mittwoch abgereist sind, haben wir das Ressort nun wirklich ganz für uns alleine und genießen ein letztes Mal den Ausblick..

Die Rückreise mit Zwischenstopp in Singapur - geplant 7 Stunden fürs Shopping, leider kommen noch ungeplante 6 Stunden wegen Flugzeugproblemen dazu - dauert dann geschlagene 38 Stunden von Tür-zu-Tür, das ist anstrengend, und es stellt sich die Frage: ist es das wert?

Und hier der Versuch einer Antwort: sicher hat Bali viel zu bieten, und je nachdem wonach man sucht, wird man auf jeden Fall fündig. Allerdings muss man schon genau wissen, welches Bali man erleben möchte: das wuselige Disco-, Touristen-, Surfer-Bali oder das kontemplative, spirituelle Bali mit seinen scheinbar unendlichen Tempeln (Bali ist übrigens - obwohl zum muslimischen Indonesien gehörig - fast ausschließlich hinduistisch). Mir persönlich gefällt eher das kontemplative, spirituelle Bali, mit den unglaublich freundlichen und positiven Menschen, die auch heute noch zu vielen Gelegenheiten in ihrem traditionellen Sonntagsstaat unterwegs sind - übrigens unabhängig vom Alter - und den immer bunt geschmückten Altären und Tempeln. Das muss nicht immer positiv sein:die Religionsausübung steht unter einem starken Gruppenzwang und ist für den einfachen Balinesen sehr teuer - aber für das Auge und die Seele ist es sehr wohltuend. Nur: genau dieses Bali findet man leider immer seltener und eigentlich nur da, wo der Tourismus noch in Grenzen auftritt. Und leider schreitet dieser immer weiter fort: Orte, die bei unserem letzten Aufenthalt noch halbwegs erträglich schienen, waren uns aus unserer heutigen Sicht nur schwer auszuhalten; bei wirklich jeder Gelegenheit zahlt man Eintrittsgelder und/oder Parkgebühren und wird wirklich an jedem Laden angesprochen etwas zu kaufen. Natürlich sind und waren wir auch Teil dieses Tourismus und natürlich hat jeder Balinese Anspruch auf seinen Anteil vom großen Kuchen - aber den "Flair" von Bali, der einst Grundlage der Attraktivität war, sucht man aus meiner Sicht heute oft vergebens. Dennoch: die Bilder in meinem Kopf wirken noch immer nach, es gibt sie also wohl noch, die inspirierenden, entspannenden Gegenden auf Bali.

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Bali - Island of Love?

Bali, Island of Love - well, obviously the island of everyone who is up for marriage and needs outstanding pictures. They are literally everywhere scattered around the island: the freshly married couples in the middle of a hord of photographers and their supporting stuff. Spectacular views, sunsets, beaches - everything is utilized as a background for the fresh marital bliss (you will find some of these sceneries - from a spectator's perspective - in my gallery). I can only hope that the marriage holds as long as my own after and with these photographic memories; because... my scrumptious better half and I have been seduced by this temptation as well and spent our "silver" honeymoon in Bali searching for the romanatic spirit of this place (we abandoned however, the photographers - our "official" 25th wedding anniversary picture was shot with an iPhone at the hotel bar). We had our positive experience with Bali from our past visits (2008 and 2009, just lookup the archive...) so that seemed to be a perfect setting for us.

Actually, a lot has changed on Bali since our last visit - we have spent a week in the North (Nusa Dua, Denpasar) and in the South (Lovina) of Bali respectively and made very different experiences - see the summary at the end of this blog...

Here we go - flying out the first time with an A380 via Singapore (by the way a terrific airplane, very quiet from a noise as well as from a flight perspective) to Bali - wich is an excellent alternative to Europe at he beginning of December with the temperatures being more than acceptable (somewhere between 27° and 32°). The internet spells out that this time is rainy season on Bali, but with a similar level of rainfall than in Kuala Lumpur - which is due to our own experience definitely bearable. And it actually rains only occassionally during the first 10 days if then mostly at nighttimes. We are a little bit disappointed as the heavy tropical rain has been part of the expected fascination... but the last days of our stay compensate for this gap more then necessary, see below. 

The first two days we hang around in the hotel more or less to cure our jetlag - and as usual the Melia Bali is more than appropriate - a little bit too large and noisy, but friendly, smiling faces everywhere, relaxed pool hang-outs, balinese massage with deep relaxation (my neck wasn't that smooth for the last six month, for sure.. :-)), and very inspiring tropical / balinese ambience all around.

But then we leave the hotel for the first time with the plan to see the sunset at Batu Bolong - and here the hazzle starts. Roads are even more crowded than during our earlier visits (and we thought that this is impossible), streets in and around Denpasar are flooded with motorcycles, which try to sneak through and override at all possible and impossible occasions; and that with the width of the streets being around two times a German cylce lane. We completely lose our way and are totally enerved by the apparently never ending masses of people and vehicles which are floating through the roads. Of course we are at sunset time in the middle of nowhere (we actually don't even know where we are), if we are next to something then it is not Batu Bolong but a nervous breakdown. Eventually, we spend three hours circling around before we find our way back to the hotel and do not see more then endless rows of motorcycles, crappy huts directly at the much to narrow and often totally rotten roads.

B​ut we are no whimps - so the next day we start off to Ubud. At the first large traffic light we are hooked up by a friendly Balinese who turns out who offers to show us the way. He turns out to be the owner of a coffee plantation and leads us directly to his show (interesting), tasting (yummy) and merchandising (expensive) area. As a reward for the million rupiah deal he shows us further around to the Tegenungan waterfall and a balinese house which can be visited and hosts a gallery of typical balinese paintings. After this detour we head towards Ubud again - but actually never reach there. The small - previously pittoresque - village is hopelessly crowded. The roads completely blocked, swamped with tourists, no parking space anywhere... we just make our way through the traffic jam and return to the hotel.

Next day, next chance. We head for the Denpasar  market and another chance to find the temple on the cliff which the hotel waiter has unambigously identified as Batu Bolong. The market in Denpasar is colorful and busy as usual and we buy a lot of spices and sarongs. We do not find the aspired temple (which is definitely not Batu Bolong, as Batu Bolong is rather meaningless and not very exiting) but some quite ugly, dirty beaches where the smell of french fries reminds us of the German Christmas markets (of course without the hot spiced wine). Surfers seem to require a similar environment around the globe... :-)

In the evening we give it a try for sunset at Ulawatu - a similarly famous temple on a similarly impressive cliff. The "guide" who offers his services at the entrance which include chasing the agressive monkeys with his slingshot asks for 100,000 Rupiah (6€) after a few minutes. And he leaves us immediately with less than half of this amount not without moaning about the children he has to feed. Otherwise the trip is not too exiting - no sunset due to clouds but again, freshly married couples with their entourage all around. 

And then we change from the South to the North of Bali - and it seems we have moved to a different planet. We are crossing the mountains heading to Lovina, we dare to leave the main route via Singaraja and cruise after a stop at the Ulun Daru temple along the rims of Lake Buyan and Lake Tamblingan. The roads are still adventurous - the slopes we find would have been considered acceptable by European engineers - but in good shape (they have recently been repaired as we learn later) and with limited traffic. But the width has further shrunken to 1.5 times a German cycle lane - passing a motorcycle becomes quite tight already - but this is an excellent way to learn about the width of ones own car...

After a few detours and costs of around 70€ for data roaming - just to have a perceived 30seconds look at Google Maps to gain orientation back again - we reach the junction for the Puri Mangga hotel. Did I say steep or narrow earlier....? Well, there is always a next level - the last 500m to the hotel are incredible: locations where you cannot see the road in front of you as the up- and downhill slope on both sides of the summit are so steep, potholes in which complete lorries can vanish - the last meters of the entrance I am driving with shaky knees: if I have to reverse here... But we are exactly at the hotel entrance right now (and it turns out that there is no need to reverse) - and we are warmly welcomed with heartfelt hospitality and a great view; the immediate question "Where is your driver?" explains however a lot: if you drive yourself in this part of the world it is your on fault, you know.. :-)

But the Puri Mangga and the North of Bali compensate for everything we didn't like in the South - the small resort (8 single villas) is located at the slopes of the mountain and has a phantastic view on the ocean (and you actually do not miss the beaches of Lovina after having been there once).  During nighttimes you do not hear loud disco music but the crowing of the cocks and spiritual sounds of the priests. The food is phantastic and has nothing to do the europeanized meals of the Melia. We are - together with M. and M. who we have met here because Sydney is more or less around the corner - almost alone in the resort and are enjoying the excellent service, the dinners with sunset and seaview, and the relaxed hours at the pool. 

Lovina doesn't offer much - a few shops, bars and restaurants, a not too much frequented beach (mostly locals); we get out for a few short trips in the surroundings: rice terraces of Munduk, hot springs in Banjar, Sing-Sing and Aling-Aling waterfalls (at the latter I have been three times with different company - the rain we wished for crossed our plans) and the buddhist Brahma Vihara.

These trips are still not easy - the slopes (especially uphill) and narrow roads require M. to send a wish to heaven from time to time, but the environment is enchanting. We see the rural life, no hectic, many people sitting along the roads in front of their shops and having a chat. M. finally gets his Durian at one of these stalls, the "stinking" queen of Asian fruits; after that the car ride becomes a bit sensitive...

As during our stay here Galungan is celebrated, every house is decorated with a nicely embellished bamboo, families are standing or sitting in front of many houses, who either craft the embellishments of the bamboo or are erecting the bamboo in front of their houses. During the Galungan day roads are crowded with traditionally dressed people at all ages - as usual often three or four of riding them on a single motorcylce bringing their offerings to the next temple. 

The waterfalls can only be reached by - short - trecks through the jungle; as usual an extraordinary event. Untamed green, the deafening sound of insects, rivers which make their way through the unbreakable green, pouring tropical rain, which leaves everything clean and shining... only the ladies are a bit upset as their Haiwaianas do not really suit the needs of these pathways, even if they are claimed to be safe...

The week ends in contemplation - after M. and M. have left us on Wednesday night we arte really alone in the resort and we enjoy the amazing view for a very last time...

Return trip with stop-over in Singapore - planned were 7 hours for shopping, unfortuntately we get an unplanned extension due to technical problems with the airplane; we travel around 38 hours door-to-door and this is very exhausting. A question grows: is it worth the effort?

And here is the attempt to an answer: of course Bali has a lot to offer and depending on what you are looking for, you will find something suitable.  But you need to decide upfront which Bali you want to seek for: the busy Disco-, Tourist, Surfing-Bali or the contemplative, spiritual Bali with its seemingly endless number of temples (by the way: Bali is - although belonging to Indonesia which is on of the largest muslim countriest of the world  - almost completely hinduistic). Personally, I prefer the comtemplative, spiritual Bali comprising the incredibly friendly people who are even today wearing their traditional clothing at many occasions - inpedenpent of age by the way - and the aparently endless decorated shrines and temples. This is not always positive in reality: Religion on Bali is often driven by a strong peer and group pressure and is for the normal Balinese family very expensive - but very seducing for the eye and the mind. But: this Bali is continuously more difficult to find and is found only where tourism is not that pronounced yet. And tourism is on the rise: locations which we deemed decent from that perspective during our last visit were difficult to bear these days: at literally every location you have to pay entrance and/or parking fees and we were asked at every shop to have a look and buy something. Of course we are part of this tourism ourselves and of course every Balinese has the right to participate in the economical growth driven by tourism - but the "spirit" of Bali which was the basis for the inital attraction is often difficult to find nowadays. Anyway: pictures still colorfully emerge in my mind's eye; hence they still must be there the inspiring and relaxing areas on Bali.

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Das Foto ist von Natur aus besessen, eigensinnig, ekstatisch und narzisstisch. Es ist eine einsame Tätigkeit. Das fotografische Bild ist diskontinuierlich, punktuell, unvorhersehbar und irreparabel wie der Stand der Dinge in einem bestimmten Augenblick.

Die Fotografie berichtet vom Zustand der Welt in unserer Abwesenheit. Das Objektiv erforscht diese Abwesenheit.

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A picture is by nature obsessive, headstrong, ecstatic, and narcissistic. It is a lonesome activity. The photographic picture is discontinuous, unforeseeable, selective and irreparable as the state of things in a particular moment.

Photography reports the status of the world in our absence. The lens explores this absence.

JEAN BAUDRILLARD

Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, 1998

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