Landschaftspark Duisburg - im Regen

January 15, 2014  •  Leave a Comment

Thomas und R. bei der ArbeitThomas und R. bei der Arbeit

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Landschaftspark Duisburg - diesmal nicht einsam aber im Regen

Bei unserem letzten Fotoausflug hatten wir uns ja fest vorgenommen, die Serie fortzusetzen und den Termin auch gleich im Kalender eingetragen. Fast wäre uns aber die berufliche Wirklichkeit dazwischen gekommen: ein monumentaler Workshop, an dem R. und ich teilnehmen, wird zufällig - später - genau auf den gleichen Termin gelegt und auch mit dem geplanten vorzeitigen "Entschwinden" wird es dann leider nichts - so starten wir erst nach 18.00 Uhr in Richtung LaPaDu, wie der Landschaftspark Duisburg auch liebevoll genannt wird. J. ist leider verhindert (noch zu müde von seinem langen Urlaub), dafür konnten wir St. für unsere kleine Gruppe gewinnen (er steuert am Ende auch das Foto von R. und mir in voller Arbeitsmontur bei).

Erfreulicherweise nicht allzu viel Verkehr rund um Köln und so können wir auch proaktiv gegen das Magenknurren mit einem Stopp an einer Autobahnraststätte anarbeiten - bestens vorbereitet erreichen wir das Objekt der (Foto)Begierde. Bestimmte Probleme können wir aber nicht proaktiv lösen: als wir die Fotoausrüstung auspacken, geht bereits ein feiner Nieselregen auf uns nieder, und leider führt das bei den Bildern, die häufig mit der Linse nach oben geschossen werden, zu herrlichen "Wasserflecken". Aber wir haben ja nicht soviel Geld für spritzwassergeschützte Ausrüstungen ausgegeben, um uns davon abschrecken zu lassen (obwohl R. sich gelegentlich doch beschwert).  

Zunächst nochmal in die gleiche Ecke des Geländes, in dem ich schon einmal bei meinem ersten Ausflug war - diesmal sind wir tatsächlich vollkommen alleine (muss wohl das Wetter sein). Der rote Durchgang wird noch einmal ohne störende Personen aufgenommen; und dann der Versuch die "Stille Demo"  Gruppe, die eigentlich völlig im Dunkeln steht, mit der Taschenlampe auszuleuchten - das Ergebnis ist noch nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe, es fehlt mir wohl an Erfahrung, wie man die Szenerie entsprechend ausleuchtet

Mit St. suche ich eine Weile nach der Spiegelvorauslösung bei einer Nikon 5100, aber auch ohne werden seine Bilder dann hinreichend scharf. St. ist von der Wirkung der sehr dezenten Beleuchtung auf den Langzeitbelichtungen ebenso verblüfft wie ich beim ersten Mal. Ich bleibe eine Weile bei den Kollegen, im bereits bekannten Teil des Geländes - als der Nieselregen für ein paar Minuten (nur) weniger wird breche ich in noch unbekannte Welten auf.

Tatsächlich gibt es noch ein paar sehenswerte, unerkundete Ecken - aber leider setzt der Nieselregen wieder ein, und so oft kann man die Linse gar nicht trocknen, nach nur ca. 40 Belichtungen und 2 Stunden in Kälte und Regen gebe ich auf und bringe die Kamera zurück ins Auto.  

Aber ich habe, wie schon beim letzten Mal, die Rechnung ohne unseren "Langsamfotografierer" R. gemacht (für alle, die ein Vergleich der Ergebnisse interessiert: hier klicken)  - eine weitere halbe Stunde später hat er dann doch ein letztes Mal sein Stativ ausgerichtet, drei verschiedene Versionen vom gleichen Bild gemacht und ist bereit, die Zelte abzubrechen. St. macht noch kurz das Foto von uns bei der Arbeit - dann geht es wieder nach Hause. Leider bin ich erst gegen Mitternacht im Bett und kann dann auch nicht gleich einschlafen; der fehlende Schlaf begleitet mich für den Rest der Woche - aber das war es in jedem Fall wert. 

Auf der Rückfahrt dann noch ein wenig Fachsimpeln und natürlich erste Diskussionen um unser nächstes Ausflugsziel; St. möchte gerne nochmal den Kölner Dom im Auge haben (den hatte er ja bei unserem ersten Ausflug verpasst), auch die ersten Frühlingsimpressionen könnten in drei Monaten schon eine Option sein - lassen wir uns überraschen!

Landscape Park Duisburg - this time  not lonesome but in the rain

During our last foto shooting we had already agreed to continue the series; a calender invite was send out immediately to "enforce" this agreement. However, professional reality was almost about to interfer with our plans: a huge workshop which R. and I had to attend was - later - planned for the very same day and the plans to leave the workshop early were spoiled as well - hence we only head after 6pm in the direction of LaPaDu, as the Landscape Park Duisburg is called by insiders. J. decided on short notice not to attend (claims to be tired from his week-long vacation) but we could attract St. to join our little group (he will take the picture of R. and me in full action at the very end of the session). 

Luckily there is not much traffic around Cologne this time and hence we can proactively take care of starving later during the evening by stopping at a food station at the highway - perfectly prepared we reach our object of (photo)desire. Some problems we can actually not address proactively: a drizzling rain is covering our gadgets during unpacking and getting us into position - unfortunately a challenge for shootings where the lens is usually supposed to point upwards and quite a few pictures are spoiled by water spots on the lens. But: we did not spend so much money on water proof equipment to shy away now (although R. is occasionally moaning).

Once again in the already know areas of the Landscape Park just introducing the folks who haven't been here yet - this time we are really the only people on the ground here, so I can take a shot of the "red tunnel" without disturbing trepassers on it; I can also try to get something out of the group of statues called "Silent demonstration" by lighting it with my torch in the otherwise completely dark environment - the result is unfortunately not exactly what I wanted, I guess I am lacking the experience and the patience to play around with the light beam more often. 

St. cannot find the mirror lock on his Nikon 5100 - and after some time I am giving in as well - but even without that St. captures some very crisp shots. St. is similarly impressed as  I was the last time I was here about the impact of the apparently very subtle light installation when using long time exposures. I am joining the folks for a while in the area I already know - but take the opportunity to stroll around the unexplored corners of the park when the rain (almost) stops. 

Actually there are a few more very nice unexplored areas - but the rain gets stronger again, and drying the lens every few minutes is not a good option, hence after only about 40 exposures and 2 hours in the wet cold I decide to pack up my stuff and return it to the car. 

But, as the last time we were out together, I did not take our "Slowhand Shooter" R. into account (if you interested to compare the results, please click here) - another half an hour later he has minutely adjusted his tripod the last time, taken three shots of the same setting and is willing to also close his session. St. takes the shot of R. and me at work - and off we go. Unfortunately, I am only home around midnight and cannot fall asleep immediately; the lack of sleep is with me for the rest of the week - but it was definitely worth it. 

On our way back in the car some "professional discussions" and of course a first evaluation of our next potential target; St. would like to redo Cologne and the dome (he didn't join our first session), but even even the first spring impressions could already be an alternative in about three month from now - lets see.


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Das Foto ist von Natur aus besessen, eigensinnig, ekstatisch und narzisstisch. Es ist eine einsame Tätigkeit. Das fotografische Bild ist diskontinuierlich, punktuell, unvorhersehbar und irreparabel wie der Stand der Dinge in einem bestimmten Augenblick.

Die Fotografie berichtet vom Zustand der Welt in unserer Abwesenheit. Das Objektiv erforscht diese Abwesenheit.

* * * *

A picture is by nature obsessive, headstrong, ecstatic, and narcissistic. It is a lonesome activity. The photographic picture is discontinuous, unforeseeable, selective and irreparable as the state of things in a particular moment.

Photography reports the status of the world in our absence. The lens explores this absence.

JEAN BAUDRILLARD

Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, 1998

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