Köln @ Night

November 13, 2013  •  1 Comment


 

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Köln@Night

Nach gefühlt wochenlanger Vorbereitung ist es endlich soweit - mit den beiden Kollegen R. und J. (beide übrigens keine Landvermesser!) auf Fototour. Okay, es ist schon 17.30 Uhr als wir endlich aus dem Büro wegkommen, schließlich müssen die letzten superwichtigen Aufgaben ja auch noch erledigt werden.

Es geht los - in Richtung Landschaftspark Duisburg; wir kommen aber ohne Stau kaum aus der Tiefgarage. Mühsam schaffen wir es bis zu dem Pendlerparkplatz, von wo wir dann alle mit einem Auto weiterfahren. Weiterfahren? Nicht ganz - eigentlich stauen wir uns nur langsam voran. Bis zum Heumarer Dreieck verlieren wir die erste halbe Stunde...und der Stau geht angeblich noch bis Leverkusen. Lange Gesichter. Köln ist ja eigentlich auch immer mal schön zum Fotografieren sagt R. - nach der dritten Wiederholung lassen sich alle überzeugen. Keine 10 Minuten parken wir unter der Severinsbrücke. 

Die ist dann auch gleich, zusammen mit den Kranhäusern, das erste Fotomotiv. Aber irgendwie ist das - bei mir zumindest - mit den Nachtaufnahmen lange her. Und die Brücke schwingt schon ganz ordentlich, besonders, wenn gerade eine Strassenbahn darüber fährt. Mein Stativ war eigentlich noch nie so richtig gut (ein potentielles Weihnachtsgeschenk?)... - insgesamt werden aber ein paar ganz brauchbare Aufnahmen daraus. 

Kalt ist es - sehr kalt; und so richtig bewegen wir uns auch nicht. Der eine plant eben seine Aufnahmen durch, der andere macht einfach so viele, das letztendlich immer ein paar gute darunter sind - kein Problem... aber: zum Planen... na ja, es ist eben kalt. Endlich haben wir die Severinsbrücke überquert - schnell noch die einsame Strassenbahnhaltestelle mit genommen, daraus wird hoffentlich noch was. 

Zurück zum Rheinufer: super Ausblick. Schokoladenmuseum, Dom, Groß Sankt Martin, Musical Dome und Deutzer Brücke - wenn man Glück hat mit Strassenbahn und alles schon leicht im Dunst. Langsam kommen die wichtigen Dinge für Nachtaufnahmen zurück - aber wo um Himmels Willen stellt man die Spiegelvorverriegelung ein? Egal, zu kalt. Ein paar scharfe Fotos kommen dann doch noch heraus. 

Als wir mitten in der schönsten Knipserei sind, legt doch tatsächlich ein Frachtschiff an und verbaut uns die Aussicht... - aber den Spieß kann man umdrehen und den Bock zum Gärtner, also das Schiff zum Motiv machen. Und dann zieht innerhalb von Minuten dichter Nebel auf - es bleibt gerade noch Zeit ein paar Aufnahmen von der dahinschwindenden Severinsbrücke zu machen; und vom "Geisterschiff".. und dann: Licht aus. 

Nach Abschluss der Fotoarbeiten gibt es dann den wohlverdienten Ausklang - und den Beschluss mindestens einmal im Quartal einen Fotoausflug zu machen. Versprochen!

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Cologne@Night

After perceived weeks of preparation the day has come - with my colleagues R. and J. on a foto outing. Okay, it is already 5.30pm when we can finally leave the office - all the important tasks must of course be completed before. 

On the road heading to the Landscape Park Duisburg; but we cannot even leave the parking garage without a traffic jam. Slowly, very slowly we reach the place from where on we want to continue with one car only. Continue? Well, not exactly - we are only progressing slowly. We need another half an hour to the "Heumarer Dreieck"... and the radio continues to inform us that there is eight more kilometres of traffic jam ahead. Cologne has always been a nice place to take pictures, says R. - and after he has repeated that three times we are all agreeing. Ten minutes later we reach the Severins Bridge.

And the brigde is, together with the Crane Houses, the first motif. But somehow this nightshot thing is - at least for me - a long time ago. And the bridge vibrates recognizably, especially if a tram is passing by. My tripod was never one of the best in anyway (a potential Christmas present?)... - despite all of this I am able to produce a few nice shots. 

It is cold - very cold; and we are not warming up by motion, as we do not move. Some people plan their shots in every detail, others just make as many pictures as they can get hold of and hope that some of them are just great - no problem at all... but: to plan a shot in every detail... well, it is just quite cold. Eventually, we have crossed the Severins Bridge - just a quick one framing the lonesome tram station, hopefully acceptable. 

Back to the Rhine river rim: superb view: Chocolate Museum, Dome (Cathedral), "Groß Sankt Martin", the Musical Dome and "Deutzer Brücke" - with some luck with a tram crossing; everything nicely hidden in thin mist. Slowly I begin to remember the most important things about nightshots - but where the hack is the mirror lock?. Doesn't matter, just too cold. Some pretty focused pictures anyway. 

In the midst of changing lenses, carrying the tripod around.. - suddenly a large vessel approaches the rim and docks in the center of our superb view. But every coin has two sides - and a few moments later we start to take pictures of the vessel, which integrates nicely at least with the Severins Bridge in the background... but the brigde vanishes quickly as thick fog is coming up - just a few more shots and then: lights out. 

After the fotosession we deserve some food and drinks of course - and we decide to repeat this kind of shootings at least every quarter. Promised! 

 

 

Comments

1.Ralf(non-registered)
Sehr schön beschrieben und ein feiner Abend ;-)
Das mit der Kälte wird sich im Laufe des Jahres sicher auch etwas eindämmen lassen - zumindest für einige Monate.
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Das Foto ist von Natur aus besessen, eigensinnig, ekstatisch und narzisstisch. Es ist eine einsame Tätigkeit. Das fotografische Bild ist diskontinuierlich, punktuell, unvorhersehbar und irreparabel wie der Stand der Dinge in einem bestimmten Augenblick.

Die Fotografie berichtet vom Zustand der Welt in unserer Abwesenheit. Das Objektiv erforscht diese Abwesenheit.

* * * *

A picture is by nature obsessive, headstrong, ecstatic, and narcissistic. It is a lonesome activity. The photographic picture is discontinuous, unforeseeable, selective and irreparable as the state of things in a particular moment.

Photography reports the status of the world in our absence. The lens explores this absence.

JEAN BAUDRILLARD

Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, 1998

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